Viele Schulanfänger können den Tag der Einschulung kaum abwarten. Damit die Kleinen schon einmal üben können, wird die Schulausstattung deshalb meist mehrere Monate im Voraus gekauft. Wichtigster Kaufzeitraum sind die Monate Februar, März und April.
Im Vordergrund steht dabei traditionell der Kauf des Ranzens. Die Auswahl an Formen und vor allem an Motiven ist groß. Die endgültige Entscheidung trifft dann - oft mit Hilfe von Eltern und Großeltern - meist das Kind selbst.
Problematisch ist allerdings, wenn das Kind keinen Anfänger-Ranzen auswählt, sondern einen Schulrucksack, wie ihn ältere Schüler tragen. Denn diese Rücksäcke sind nicht für die Bedürfnisse von Erstklässlern konzipiert. Sie sind zu voluminös und werden deshalb gerne überladen. Zudem fehlt oft die speziell für kleinere Kinderrücken ergonomisch angepasste Form mit breiten Tragegurten und einer guten Polsterung. Der Gebrauch ungeeigneter Rucksäcke kann deshalb schnell zu Haltungsschäden und Rückenproblemen führen.
Hinzu kommt: In der Regel sind nur die speziellen Erstklässler-Ranzen mit ausreichend großen reflektierenden Flächen ausgestattet, damit die Kinder im Straßenverkehr besser gesehen werden können.
Der Bundesverband des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels (BLE) empfiehlt deshalb allen betroffenen Eltern dringend, Erstklässler nur mit geeigneten Anfänger-Ranzen auszustatten. Je nach Größe des Kindes kann dann wenige Jahre später der Umstieg auf einen speziellen Schul-Rucksack erfolgen. Für eine entsprechende Beratung sollte man sich jedoch unbedingt an den Fachhandel oder eine kompetente Fachabteilung wenden.