KONTAKT | IMPRESSUM
Pressemitteilung vom 14.12.2009
Lederwarenfachhandel 2008 mit rückläufiger Rendite

Der Lederwarenfachhandel hat im Jahr 2008 einen betriebswirtschaftlichen Gewinn (nach Unternehmerlohn) in Höhe von 2,6 Prozent vom Bruttoumsatz erzielt. Einer Betriebshandelsspanne von 42,2 Prozent standen Kosten von 39,7 Prozent (inkl. 6,6 Prozent kalkulatorischer Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführer-Gehalt) gegenüber (jeweils ohne MwSt.-Inkasso). Dies ist ein zentrales Ergebnis des vom BLE in Auftrag gegebenen Jahresbetriebsvergleichs des Berliner FfH-Instituts für das Jahr 2008, an der sich Lederwarenfachgeschäfte mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 1,53 Mio. EUR beteiligten.

Die Teilnehmer erhielten ihren Auswertungsbericht bereits im Sommer zugeschickt. Darin waren die eigenen Werte den Durchschnittswerten der Branche gegenüber gestellt. Außerdem wurden Zielgrößen (Benchmarks) für die einzelnen Kosten- und Leistungszahlen mitgeliefert, die sich aus dem Durchschnitt der drei Teilnehmer mit dem besten betriebswirtschaftlichen Ergebnis der jeweiligen Gruppe errechneten. Farbige Grafiken erleichtern die Interpretation der Daten.

Gegenüber dem Betriebsvergleich für 2007 ist die Handelsspanne um 0,4 Prozentpunkte gesunken. Zudem haben sich die Kosten deutlich erhöht, und zwar um 2,1 Prozentpunkte. Überdurchschnittliche Steigerungen gab es in 2008 vor allem bei den Miet- und Raumnebenkosten (Energiepreise). Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich auch die Rendite gegenüber 2007 deutlich verschlechtert. Ein direkter Vergleich mit den Daten des FfH-Jahresbetriebsvergleichs für 2007 ist wegen der unterschiedlichen Teilnehmer(zahl) allerdings nur eingeschränkt möglich.

Hinweis: Die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kosten- und Leistungszahlen (anonymisierte Durchschnitte) der Jahre 2006 bis 2008 werden im „BLE/BDSE-Taschenbuch 2010  für den Schuh- und Lederwareneinzelhandel“ veröffentlicht, das Ende des Jahres in Kooperation mit dem Sternefeld-Verlag erscheinen wird.