Zur aktuellen Situation im Lederwarenfachhandel Das vergangene Jahr ist für den deutschen Lederwarenfachhandel ordentlich gelaufen. Der BLE schätzt, dass der Fachhandel im Jahr 2009 den Umsatz des Vorjahres gehalten hat. Und das nach bereits guten Vorjahren. Diese Durchschnittszahl darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Ergebnisse der einzelnen Geschäfte zum Teil höchst unterschiedlich waren. Vor allem profilierte Geschäfte in guten Lagen größerer Städte haben oft überdurchschnittlich abgeschnitten. Einige profitieren dabei auch von Geschäftsschließungen von Mitbewerbern an ihrem Standort. Der BLE schätzt, dass aktuell ca. 1.800 spezialisierte Lederwarenfachhändler am Markt vertreten sind. 2007 waren laut der letzten amtlichen Erhebung (Umsatzsteuer-Statistik) noch 1.843 Unternehmen aktiv. Nach BLE-Schätzungen betrug das Marktvolumen für Lederwaren in 2009 rund 2,1 Mrd. Euro. In diesen Zahlen sind auch Schirme, Gürtel und Handschuhe berücksichtigt. Der Lederwarenfachhandel hat laut BLE-Schätzungen einen Marktanteil von ca. 40 %; die Warenhäuser kommen auf ca. 30 % und die Versender auf ca. 10 %, Textilfachhandel und Sonstige auf rund 20 %. Stärkste Warengruppen sind Gepäck mit ca. 30 %, Damenhandtaschen mit ca. 25 %, Business/Schule und Kleinlederwaren mit jeweils ca. 10 %. Über Kosten und Rendite des Fachhandels liegt der Betriebsvergleich des Berliner FfH-Instituts für das Jahr 2008 vor. Die Teilnehmer am Jahresbetriebsvergleich erhalten jeweils im Sommer die Zahlen des Vorjahres. Die Ergebnisse von 2006 bis 2008 sind im BLE/BDSE-Taschenbuch 2010 abgedruckt (siehe Fachthemen). Köln, den 10. Januar 2010