Zur aktuellen Situation im Lederwarenfachhandel Das vergangene Jahr ist für den deutschen Lederwarenfachhandel ordentlich gelaufen. Der BLE schätzt, dass der Fachhandel im Jahr 2010 ein gutes einstelliges Umsatzplus erzielen konnte. Und das nach bereits guten Vorjahren. Diese Durchschnittszahl darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Ergebnisse der einzelnen Geschäfte zum Teil höchst unterschiedlich waren. Vor allem profilierte Geschäfte in guten Lagen größerer Städte haben oft überdurchschnittlich abgeschnitten. Einige profitieren dabei auch von Geschäftsschließungen von Mitbewerbern an ihrem Standort. Der BLE schätzt, dass aktuell ca. 1.800 spezialisierte Lederwarenfachhändler am Markt vertreten sind. 2008 waren laut der letzten amtlichen Erhebung (Umsatzsteuer-Statistik) noch 1.807 Unternehmen aktiv. Nach BLE-Schätzungen betrug das Marktvolumen für Lederwaren in 2010 rund 2,2 Mrd. Euro. In diesen Zahlen sind auch Schirme, Gürtel und Handschuhe berücksichtigt. Der Lederwarenfachhandel hat laut BLE-Schätzungen einen Marktanteil von ca. 40 %; die Warenhäuser kommen auf ca. 30 % und die Versender auf ca. 10 %, Textilfachhandel und Sonstige auf rund 20 %. Stärkste Warengruppen sind Gepäck mit ca. 30 %, Damenhandtaschen mit ca. 25 %, Business/Schule und Kleinlederwaren mit jeweils ca. 10 %. Über Kosten und Rendite des Fachhandels liegt der BLE-Betriebsvergleich für das Jahr 2009 vor. Die Teilnehmer am Jahresbetriebsvergleich erhalten jeweils im Sommer die Zahlen des Vorjahres. Die Ergebnisse von 2007 bis 2009 sind im BLE/BDSE-Taschenbuch 2011 abgedruckt (siehe Fachthemen). Hinweis: Mitte 2010 ist der BBE-Branchenfokus "Lederwaren/Accessoires 2010" erschienen. Dieser errechnet für 2009 ein Marktvolumen von 2,65 Mrd. Euro, allerdings inklusive Krawatten, Schals/Tücher und Mützen/Caps. Weitere Informationen dazu finden Sie hier. Köln, den 3. März 2011