Inventurdifferenzen: Lederwaren besonders betroffen

Im Jahr 2016 sind die Inventurdifferenzen im Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel (inkl. Warenhäuser und Sportgeschäfte) leicht gesunken. Sie fielen gegenüber 2015 bei einer etwas verringerten Teilnehmerzahl um 0,03 Prozentpunkte auf 0,44 Prozent, bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Kölner EHI Retail Institutes, an der sich 39 Textil-, Schuh- und Warenhausunternehmen mit insgesamt mehr als 8.000 Geschäften beteiligten. Zum Vergleich: Im gesamten Einzelhandel lagen die Inventurdifferenzen bei 0,57 Prozent. Bewertet zu Verkaufspreisen im Verhältnis zum Bruttoumsatz entspricht dies (branchenübergreifend) einem Wert von 0,98 Prozent.

 

Bezogen auf die einzelnen Warengruppen lagen die Lederwaren ganz oben in der Gunst der Langfinger. Taschen, Gepäck und Kleinlederwaren kamen 2016 mit 1,11 Prozent (EK-Wert in Prozent vom Nettoumsatz) auf die mit Abstand höchsten Inventurdifferenzen. Zum Vergleich: Wäsche (0,66 Prozent), Damenmode (0,61 Prozent), Herrenbekleidung (0,55 Prozent) und Schuhe (0,54 Prozent) haben deutlich geringere Inventurverluste.

 

Bei den getroffenen Maßnahmen lag in 2016 laut EHI die Mitarbeiterschulung mit einer Durchführungs-Quote von 95 Prozent ganz vorne in der Gunst der Fachhändler. Überdurchschnittlich oft eingesetzt wurden zudem die Datenauswertung der Warenwirtschaft (89 Prozent), eine Kassendatenauswertung (78 Prozent), die Artikelsicherung (68 Prozent) sowie eine offene Kameraüberwachung (59 Prozent).