Kartenzahlung gewinnt im Lederwaren- und Schuhfachhandel

Laut einer aktuellen Umfrage des EHI Retail Instituts zur Bezahlpraxis, die vom BLE unterstützt wurde, ist im Schuh- und Lederwarenfachhandel der Anteil der Barzahlung auf 44,8 Prozent gesunken (2016: 48,9 Prozent).  Weiter aufgeholt haben die unbaren Verfahren mit girocard/electronic cash inkl. der anderen PIN-basierten Verfahren (Maestro/V Pay) mit einem deutlich erhöhten Anteil von 38,7 Prozent (2016: 31,4 Prozent). Auf ELV entfielen 10,8 Prozent (2016: 14,8 Prozent) und auf Kreditkarten 5,4 Prozent (2016: 4,6 Prozent). Der Kauf auf Rechnung und sonstige Zahlarten kamen unverändert auf 0,3 Prozent.

Wichtig: Das elektronische Lastschriftverfahren (ELV) ist nach wie vor eine sehr preisgünstige Zahlungsart. Einzelhandelsweit ist dessen absolute Ausfallquote (nach Mahnungen etc.) in 2017 allerdings leicht gestiegen auf 0,075 Prozent vom (nicht versicherten) Lastschriftumsatz (2016: 0,067 Prozent).   

 

Die vorläufigen Ausfälle (Rücklastschriften-Quote vor z.B. erneuter Einreichung) sind im letzten Jahr auf 0,314 Prozent vom Lastschriftumsatz (2016: 0,307 Prozent) gestiegen. Danach können fast 80 Prozent der Rücklastschriften nach nochmaliger Einreichung, Mahnung, Inkasso etc. wieder eingebracht werden.   

 

Während die Kosten bei ELV gestiegen sind, sind die Gebühren für Girocard unverändert geblieben. Im Schnitt liegt die durchschnittliche Autorisierungsgebühr aktuell laut der EHI-Umfrage wie im Vorjahr bei 0,185 Prozent. Trotz der Neuregelungen Ende 2015 gibt es allerdings immer noch Unternehmen, die mehr als 0,2 Prozent zahlen. Hier sollte nachverhandelt werden!