Probleme durch Rabattschlachten, Konkurrenzdruck und Frequenzrückgang

2017 war für den Lederwarenhandel ein durchwachsenes Jahr. Das bestätigt die BLE-Umfrage aus Januar/Februar 2018, wonach sich Umsatz-Gewinner und -Verlierer die Waage halten. 45 Prozent der teilnehmenden Unternehmen freuten sich über ein Plus, 9 Prozent erzielten ein Pari gegenüber 2015 und 45 Prozent mussten einen Umsatzrückgang hinnehmen.

Deutlich negativer war allerdings die Entwicklung bei den Erträgen. Nur 27 Prozent meldeten ein verbessertes Betriebsergebnis, bei 9 Prozent war es gegenüber 2016 immerhin stabil. Mit 64 Prozent musste die Mehrheit dagegen eine Verschlechterung verkraften.   

 

Belastet wurden die Erträge vor allem durch vielfach höhere Kosten. So haben sich die Kosten im letzten Jahr bei 45 Prozent der Umfrageteilnehmer erhöht und nur bei 9 Prozent verringert. Die restlichen 45 Prozent meldete keine nennenswerte Veränderung.   

 

Frequenz und Durchschnittsbon blieben im langjährigen Trend: Während die Kundenzahl bei 63 Prozent der Befragten sank, stieg der durchschnittliche Umsatz pro Kauf bei 45 Prozent und blieb bei 36 Prozent zumindest stabil.   

 

Aktuell bereitet dem Lederwarenhandel die zu frühen und umfangreichen Preisreduzierungen die größten Sorgen. Auf einer Skala von 1 (kein Problem) bis 10 (sehr großes Problem) bewerteten die Umfrageteilnehmer die zunehmenden Rabattschlachten in der Branche mit dem „Spitzenwert“ von 8,3 als größtes Problem.