Inventurdifferenzen: Lederwaren besonders betroffen

Im Jahr 2017 sind die Inventurdifferenzen im Textil-, Schuh- und Lederwarenhandel (inkl. Warenhäuser sowie Sportgeschäfte) leicht gestiegen. Sie erhöhten sich gegenüber 2016 um 0,01 Prozentpunkte auf 0,54 Prozent, bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz.

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Kölner EHI Retail Institutes, an der sich 41 Unternehmen mit insgesamt mehr als 8.000 Geschäften beteiligten. Zum Vergleich: Im gesamten Einzelhandel lagen die Inventurdifferenzen bei 0,61 Prozent. Bewertet zu Verkaufspreisen im Verhältnis zum Bruttoumsatz entspricht dies (branchenübergreifend) einem Wert von 0,98 Prozent. Einzelheiten:

 

Bezogen auf die einzelnen Warengruppen (über alle Vertriebswege) zeigte sich folgendes Bild: Die mit Abstand höchsten Inventurdifferenzen gab es 2017 bei den Lederwaren mit 0,92 Prozent (EK-Wert in Prozent vom Nettoumsatz). Es folgen die DOB mit 0,62, die HAKA mit 0,55 Prozent und die Wäsche mit 0,52 Prozent Inventurverlust. Am Ende rangieren KIKO und Schuhe mit einem Wert von jeweils 0,49 Prozent.

 

Bei den getroffenen Maßnahmen lag in 2017 die Mitarbeiterschulung mit einer Durchführungs-Quote von 92 Prozent ganz vorne in der Gunst der Modehändler. Überdurchschnittlich oft eingesetzt wurden zudem die Datenauswertung der Warenwirtschaft (79 Prozent), eine offene Kameraüberwachung (74 Prozent), die Artikelsicherung (67 Prozent) sowie eine Kassendatenauswertung (54 Prozent). Im Durchschnitt gab der Textilfachhandel 0,41 Prozent vom Umsatz für die Diebstahlabwehr aus.