mängelrüge

Nach § 478 I und II BGB hat der Einzelhandelsbetrieb einen Rückgriffsanspruch gegen seinen Lieferanten, wenn er mangelhafte Ware berechtigt zurücknehmen oder den Kaufpreis hierfür mindern muss. Dabei tritt nach § 479 I BGB die Verjährung nach zwei Jahren ab Lieferung an den Handel ein.

 

§ 479 II BGB regelt jedoch explizit den Fall, dass der Endverbraucher unverschuldet erst nach diesen zwei Jahren eine Mängelrüge erhebt. In diesen Fällen bleibt der Rückgriffsanspruch des Einzelhändlers dann ungeschmälert erhalten, wenn er binnen zwei Monaten nach Bekanntwerden der Mängelrüge seines Kunden sich seinerseits beim Lieferanten meldet. Die absolute Höchstgrenze, bei der auf jeden Fall die Verjährung einsetzt, liegt nach § 479 II BGB bei fünf Jahren.