schlussverkauf

Seit der letzten Liberalisierung des Wettbewerbsrechts Mitte 2004 sind die Schlussverkäufe nicht mehr ausdrücklich reglementiert. Aus Marketinggründen plädiert der BLE trotzdem für ein gemeinsames Vorgehen möglichst vieler Einzelhändler – am besten bundesweit, zumindest aber regional. Der BLE empfiehlt dabei als Startzeitpunkt grundsätzlich die bisherigen „eingespielten“ Termine Ende Januar und Ende Juli.  

 

Die Corona-Pandemie hat auch erhebliche Auswirkungen auf das Reduzierungsverhalten im Lederwarenhandel. Einerseits hat der Lockdown den Lagerdruck massiv erhöht und führt aktuell bereits zu breiten Preisaktionen – speziell in den Lauflagen der großen Städte. Andererseits gibt es gerade aus dem kleinen und mittelgroßen Lederwarenhandel den Wunsch nach einer Verlängerung der Saison, da auch die Herbstware vielerorts später ausgeliefert werden soll. Auch der BLE hatte sich bekanntlich bereits im Frühjahr für eine längere Normalpreis-Phase ausgesprochen.

 

Vor diesem Hintergrund hat sich der BLE entschlossen, in diesem Jahr keinen Termin für einen Sommer-Schluss-Verkauf zu propagieren. Es soll damit kein unnötiger Druck auf die Geschäfte ausgeübt werden, ihre Preise zu reduzieren.