Aktuelle Situation

Stabiles Geschäft mit Lederwaren

Der deutsche Lederwarenfachhandel geht mit Hoffnung und gedämpftem Optimismus in die letzten Monate des Jahres 2017. Ursache dafür sind die in diesem Jahr bislang ordentlichen Umsätze der Branche. Der BLE schätzt, dass der Fachhandel per Ende Juli den recht guten Umsatz von 2016 gehalten hat. Das vom Statistischen Bundesamt für das erste Halbjahr gemäß seiner 5%-Stichprobe errechnete vorläufige Umsatzplus in Höhe von 8,4 Prozent bewertet der BLE allerdings als deutlich zu hoch.

Allerdings sind nicht alle Lederwarengeschäfte gleich erfolgreich, da der Wettbewerb in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Speziell bei Handtaschen hat neben den expansiven Online-Anbietern von Amazon bis Zalando vor allem der Modefachhandel die Tasche als Sortimentsergänzung weiter ausgebaut. Der Gesamtumsatz mit Handtaschen dürfte zwar stabil geblieben sein, doch ist die Zahl der Marktteilnehmer eher weiter gewachsen. Vor allem kleinere Lederwarengeschäfte mussten in diesem härteren Konkurrenzumfeld mit verstärktem Preiswettbewerb daher Einbußen hinnehmen. Nachteilig für den klassischen Lederwarenfachhandel ist in diesem Zusammenhang, dass sich manche Trendmarken lieber im Fashionhandel  präsentieren als beim Lederwaren-Vollsortimenter. Überdies hat der Trend zu Handtaschen aus PU die Durchschnittspreise oft unter 200 Euro gedrückt.


Zahlen & Daten

Anzahl der Unternehmen und Nettoumsatz im Lederwarenfachhandel

Jahr Anzahl der Unternehmen Nettoumsatz
Mio. EUR (bis 2001 DM)
2000 2.414 1.900,0
2001 2.315 1.815,0
2002 2.236 843,5
2003 2.140 876,3
2004 2.067 914,0
2005 1.985 937,8
2006 1.919 984,3
2007 1.843 977,0
2008 1.807 999,9
2009 1.721 988,3
2010 1.673 1.074,5
2011 1.624 1.171,5
2012 1.566 1.197,9
2013 1.480 1.083,4
2014 1.444 1.102,2
2015 1.402 1.098,5